09.06.2026rss_feed

ITW – Vertrauen nicht verspielen

SuS Ausgabe 3.2026 - Die Umsetzung der vor Jahren beschlossenen Nämlichkeit verunsichert derzeit viele Schweinehalterinnen und Schweinehalter. Viele Jahre aufgebautes Vertrauen wird dadurch gefährdet, weil noch im Mai Niemandem wirklich bewusst ist, wies es mit der ITW nun weitergeht. Landwirte bemängeln kurzfristige Regeländerungen, hohe Bürokratie sowie mangelnde Planungssicherheit. Derzeit läuft erneut eine Registrierungsphase für Ferkelerzeuger, denn Tatsache ist, dass die Lücke in der Nämlichkeit zwischen Ferkelerzeugern und Mäster größer ist als zunächst angenommen. Das haben diverse Umfragen in der Branche hinreichend aufgezeigt. Nun versucht die ITW, die Ferkellücke bestmöglich zu schließen, um auch 2027 ausreichend Warenverfügbarkeit gewährleisten zu können. Wie viele Ferkelerzeuger bei den aktuell herrschenden Unsicherheiten sich jedoch für eine Teilnahme bei der ITW bemühen werden, ist ungewiss. Wichtige Bekenntnisse und Entscheidungen müssen nun von allen Beteiligten der ITW auf den Tisch gelegt werden.

1.: Es darf unter keinen Umständen zu einem ITW-Ausschluss der Ferkelerzeuger kommen

2.: Fachliche Diskrepanzen wie die der VVVO-Betriebsteilung müssen ITW seitig ausgeräumt werden

3.: Es muss nun klar geregelt werden, dass die Nämlichkeit mit der Einstallung von ITW-Ferkeln am 01.01.2027 umgesetzt ist

4.: Es braucht eine transparente Kommunikation, welche Bonushöhe Tierhalter in Zukunft erwarten können

Kommt es nicht zu diesen Bekenntnissen, so wird seitens der Landwirtschaft die Sorge wachsen, dass Handel und Schlachtunternehmen künftig weniger ITW-Tiere nachfragen und Investitionen in Tierwohlmaßnahmen wirtschaftlich gefährdet sind. Gefordert werden daher klare Entscheidungen, verlässliche Rahmenbedingungen und eine stärkere Berücksichtigung praktischer Erfahrungen aus der Landwirtschaft.