BRS News Rind

InKalkTier ist eine neue, kostenlose Web-Anwendung des KTBL, in der eine Vielzahl von Haltungsverfahren für Rinder, Schweine, Hühner und Puten detailliert beschrieben werden. Zudem liefert die Web-Anwendung Bewertungen der Verfahren hinsichtlich Tiergerechtheit, Emissionspotenzialen sowie Investitionskosten. Zurzeit bietet InKalkTier für die Schweinemast alle vorgesehenen Bewertungen an. Für die Milchkuhhaltung sind die Bewertungen der Tiergerechtheit und des Geruchs sowie teilweise die Investitionskosten vorhanden. Bei allen Produktionsrichtungen werden die Inhalte kontinuierlich erweitert. Die Bewertungen in InKalkTier sollen Tierhalterinnen und Tierhaltern sowie Mitarbeitenden von Planungsbüros, Beratungseinrichtungen und Genehmigungsbehörden eine Abschätzung des Emissionspotenzials und der Auswirkung auf die Tiergerechtheit bieten.

Die nach TA Luft bei immissionsschutzrechtlich genehmigungsbedürftigen Tierhaltungsanlagen geforderten baulich-technischen Maßnahmen zur Emissionsminderung sind nicht nur bei neuen Anlagen einzusetzen, sondern auch bei bestehenden Anlagen innerhalb bestimmter Fristen nachzurüsten. Dies betrifft insbesondere den Einsatz von Abluftreinigungseinrichtungen einschließlich der hierfür erforderlichen Einrichtungen zur Überwachung der für den ordnungsgemäßen Betrieb relevanten Parameter und deren Aufzeichnung in einem elektronischen Betriebstagebuch. Die Nachrüstung von Abluftreinigungseinrichtungen hat für immissionsschutzrechtlich genehmigungsbedürftige G-Anlagen (u.a. ab 2.000 Mastschweine- oder 750 Sauenplätze) bis zum 1. Dezember 2026 zu erfolgen. Aufgrund dieser engen Frist und um den Informationsbedarf schnellstmöglich zu decken, hat die KTBL-Arbeitsgruppe Handhabung der TA Luft bei Tierhaltungsanlagen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Genehmigungsbehörden, Beratungseinrichtungen und Planungsbüros sowie Betriebsleitern einen Leitfaden erstellt.

In dem Projekt Ermittlung von Emissionsdaten für die Beurteilung der Umweltwirkungen der Nutztierhaltung (EmiDaT) wurden bundesweit Emissionsdaten für Milchkuh- und Mastschweineställe ermittelt. Dabei wurden Emissionen von Ammoniak und Geruch sowie Methan aus offenen Stallsystemen gemessen. Darüber hinaus wurden Rahmenparameter erhoben, die zur Ableitung von Emissionsfaktoren notwendig sind. Neben einer ausführlichen Methodenbeschreibung beinhaltet der Abschlussbericht des Projektes getrennt nach Milchkuhbetrieben ohne Weidehaltung, Milchkuhbetrieben mit Weidehaltung und Schweinemastbetrieben mit und ohne Auslauf die Erhebungsdaten sowie Managementempfehlungen und Schlussfolgerungen.

In diesem Jahr fand die KTBL-Tagung Aktuelle rechtliche Rahmenbedingungen für die Tierhaltung am 4. Juni in Hildesheim und am 19. Juni in Ulm statt. Mehr als 200 Personen folgten der Einladung. Die Tagungsunterlagen der Referentinnen und Referenten können auf der Website des KTBL kostenfrei heruntergeladen werden. Demnächst werden die Folien der Beiträge folgen.

Vom 11. und 12. September 2024 findet in Freising die 16.Tagung: Bau, Technik und Umwelt in der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung statt. Auf der Tagung werden Beiträge zu aktuellen Forschungsergebnissen, zu effizienten und erfolgversprechenden Lösungsansätzen, aber auch zu zukünftigen Entwicklungen und Konzepten für eine nachhaltige Tierhaltung präsentiert. Ebenso werden innovative wissenschaftliche Methoden und Vorgehensweisen vorgestellt und diskutiert.

Seitdem die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) vergangene Woche ihr neues Positionspapier zur veganen Ernährung veröffentlicht hat, gab es zahlreiche Stimmen in klassischen und sozialen Medien. Motto: Nun endlich gäbe es eine klare Empfehlung für vegane Ernährung der offiziellen Fachgesellschaft in Deutschland.

Tatsächlich ist das keineswegs der Fall, informiert der Ernährungswissenschaftler Dr. Malte Rubach. Eine Vegane Ernährung erfüllt die Anforderungen an optimale Nährstoffversorgung und Umweltschutz nur bei Supplementierung. Als bevölkerungsweite Empfehlung zur Ernährung ist sie im Sinne der Ernährungssicherheit nicht geeignet.

BigChallenge2024
© Paul Strassner

Jeder kennt jemanden, der mit Krebs zu tun hat. Zwar gibt es heute vielversprechende Therapien, doch die Forschung muss weiter vorangetrieben werden. Genau hier setzt die Bewegung BIG Challenge an. Der vor zehn Jahren von Landwirten gegründete Verein organisiert einmal im Jahr ein Sport- und Benefizevent. Wer als Läufer, Walker, Rennrad- oder E-Bike-Fahrer teilnimmt, spricht im Vorfeld Sponsoren an und sammelt Spenden, die zu 100 % an die deutsche Krebshilfe weitergeleitet werden. In diesem Jahr fand das Sportfest erstmals in Grebendorf bei Eschwege (Hessen) statt. Am Samstag, dem 15.06. fiel der Startschuss für insgesamt 185 Teilnehmer aus NRW, Niedersachsen, Thüringen, Schleswig-Holstein, Bayern und Hessen.

Leiber GmbH

Das spanische Unternehmen Aplicaciones Biológicas a la Nutrición S.L. (ABN) und die deutsche Leiber GmbH bündeln ihre Kräfte auf dem europäischen Markt für Lebens- und Tierernährungsprodukte aus Bierhefe. ABN, gegründet im Jahr 2000, beschäftigt etwa 50 Fachleute, während Leiber seit seiner Gründung im Jahr 1954 ein Team von etwa 250 Mitarbeitern aufgebaut hat. Beide familiengeführten Unternehmen sind auf Produkte und Inhaltsstoffe für die Lebensmittel- und Tierernährungsindustrie spezialisiert. Beide betreiben jeweils Produktionen sowie eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilungen und legen Wert auf nachhaltige Produkte und Prozesse.

Vom 12. bis zum 14. Juni fand die 8. CAFA Conference in Chengdu, China statt. Die Konferenz umfasste mehr als 10 parallele Foren sowie mehr als 200 Redner von Regierungsstellen, Industrieverbänden, Forschungsinstituten und Unternehmen, mit insgesamt rund 2.400 Teilnehmern. Henrik Delfs und Haoye Yang vom Deutsch-Chinesischen Kooperationsprojekt für nachhaltige Tierzucht und Tierhaltung, zusammen mit Dr. Jürgen Ritter vom Sino-German Agricultral Centre (DCZ), waren eingeladen, ihre Erfahrungen und Einblicke aus Deutschland und der EU zum Thema Tierwohl zu teilen. Im Fachforum zu Tierwohlstandard gab das Team um Henrik Delfs Einblicke zu den Tierschutz- und Tierwohl-Richtlinien in Deutschland und Europa und stellte ebenfalls Synergien mit der laufenden Projektarbeit her.

Vom 20. – 23. Juni 2024 veranstaltet der Verband deutscher Jungzüchter e.V. in Zusammenarbeit mit der RinderAllianz GmbH und der JungzüchterAllianz e.V. das Bundejungzüchtertreffen in der Zuchtviehhalle Bismark. Insgesamt nehmen 93 Jungzüchter aus ganz Deutschland teil. Der Wettbewerb beginnt am 21. Juni um 8 Uhr mit dem Bundesclippingwettbewerb. Am Nachmittag um 15 Uhr messen sich die Jungzüchter im Tierbeurteilungs- und Rangierwettbewerb. Auch am Abend steigt die Spannung mit dem Bundestyptierwettbewerb. Ein weiterer Höhepunkt ist die Präsentation der Nachzucht des RinderAllianz-Vererbers Carenzo. Am Samstag ab 11 Uhr beginnt der Vorführwettbewerb. Es geht um den Titel Deutscher Vorführchampion 2024. Ein krönender Abschluss ist die öffentliche Jungzüchterparty ab 20 Uhr, zu der jeder recht herzlich eingeladen ist.