BRS News Rind

Über Erfahrungen mit Güllefeststoffen als Einstreu wird oft positiv berichtet. Aus Sicht der Veterinärbehörden ist das aber unzulässig. Feuchte Güllefeststoffe sind ein guter Nährboden für die verschiedensten Bakterien und können die Eutergesundheit gefährden. In Güllefeststoffen, erwärmtem und kompostiertem Material können wärmeliebende oder hitzetolerante Mikroorganismen sich vermehren, die die Milchqualität und Haltbarkeit von Milchprodukten beeinträchtigen können.

In seiner Sorbonne-Rede ist der französische Staatpräsident Emmanuel Macron heute auch kurz auf die Landwirtschaft eingegangen. Nach Informationen des französischen Senates (www.publicsenat.fr/actualites/politique/direct-suivez-le-discours-demmanuel-macron-sur-leurope-a-la-sorbonne) und Medienberichten hat Macron gesagt, dass der jüngste Zorn unserer Landwirte nicht ein Zorn auf Europa, sondern auf die Regulierung, die Komplexität gewesen sei.

Die Weltorganisation für Tiergesundheit (WOAH) hat sich in einer Stellungnahme zu den Nachweisen von Vogelgrippe in US-amerikanischen Milchviehbeständen zu Wort gemeldet. Im aktuellen Newsletter heißt es dazu einleitend: Die jüngsten Berichte über die Geflügelpest bei Milchkühen verdienen Aufmerksamkeit. Obwohl die Krankheit hauptsächlich Geflügel und Wildvögel befällt, kann sie auch Säugetiere, einschließlich Menschen, infizieren. Diese Infektionen bei Rindern könnten auf ein erhöhtes Risiko hinweisen, dass sich das Virus besser an Säugetiere anpasst und möglicherweise auf Menschen und andere Nutztiere übergreift. Derzeit laufen Studien zur weiteren Erforschung der Virulenz und Übertragbarkeit dieser Viren, auch bei Rindern, und zur Bewertung des Risikos der Übertragung auf Tiere und Menschen.

Der Verwaltungsgerichthof Baden- Württemberg (VGH) hat die Klage von Aktivisten des Vereins Menschen für Tierrechte gegen einen Putenmastbetrieb zurückgewiesen. Einen Teilerfolg können die Tierschützer aber verzeichnen.

Treibhausgas-Rechner können mithelfen, Massnahmen zur Emissionsreduktion auf Landwirtschaftsbetrieben zu identifizieren und deren Wirkung nach der Umsetzung zu quantifizieren. Damit dies erfolgreich ist, müssen die Möglichkeiten und Grenzen von Treibhausgas-Rechnern bekannt sein.

Seit ca. 30 Jahren halten weltweit automatische Melksysteme Einzug in die Betriebe. So sind aktuell schätzungsweise mehr als 35.000 automatische Melksysteme (AMS) im Einsatz (2019). Die Hauptgründe für das automatische Melken sind: Flexibilisierung der Arbeitszeit und eine mögliche Expansion, ohne Mitarbeiter einstellen zu müssen. Die Frage ‚AMS oder konventionell‘ ist zunächst eine einfache, aber individuelle ökonomische Entscheidung. Im Vorfeld sollten klare Ziele definiert sein, was mit dem AMS erreicht werden soll, wie z.B. betriebliche und persönliche Ziele. Frau Sibylle Möcklinghoff-Wicke vom Innovationsteam Milch Hessen der Landesvereinigung Milch Hessen beschäftigt sich in einem neuen proteinmarkt-Fachbeitrag mit dieser Thematik.

(c)BRS: Prof. Dr. Onno Poppinga: Die Kuh ist kein Klimakiller

Nutztiere wie Rinder verwerten pflanzliche Rohstoffe, die für Menschen gänzlich ungeeignet sind. Daher sind die Tiere ein wichtiger Bestandteil des landwirtschaftlichen Kreislaufs, der eine nachhaltige Lebensmittelerzeugung erst möglich macht

Der Vorsitzende der Familienbetriebe Land und Forst Max von Elverfeldt zur Diskussionsgrundlage Zukunftsprogramm Pflanzenschutz: Dieses Papier muss grundsätzlich überarbeitet werden. Der vorliegende Entwurf führt zu einem nationalen Alleingang Deutschlands mit allen negativen Konsequenzen wie der geschwächten Wettbewerbsfähigkeit und der daraus resultierenden Verlagerung der Produktion. Die Konsequenz: sinkende Versorgungssicherheit durch Importabhängigkeit bei unsicherer Weltmarktlage.

Sportlicher Ehrgeiz, jede Menge Spaß und coole Tricks an den Tischtennisplatten – das gab es gestern im Deutschen Tischtennis-Zentrum in Düsseldorf zu sehen. Dort traf sich Nordrhein-Westfalens Tischtennisnachwuchs und kämpfte um den Sieg bei der Landesmeisterschaft des Milchcups 2023 / 2024.

Treibhausgase Rind Vs.Rest

Milchkühe sind gleichzeitig (Mit-)Verursacher und Leidtragende des Klimawandels. Im Impulsforum Methan bei der Milchkuh auf der DLG-Wintertagung haben sich anerkannte Experten der Problematik aus der Sichtweise des Fütterungsbereichs angenähert und Potenziale für Verbesserungen abgeleitet.

Zwar verursachen Rinder mit 40 % einen großen Anteil der Treibhausgasemissionen aus dem Sektor Landwirtschaft; sie dürfen mit lediglich 3 % an der Gesamtproduktion mitnichten zum Klima-Killer abgestempelt werden.