BRS News Rind
Ethische Überlegungen: Fleischverzicht oder Verbesserung bestehender Haltungsbedingungen?
Journal of Practical Ethicsveröffentlicht wurde. Sie müssten sich mehr um bessere Haltungsbedingungen als die Nichtexistenz von Nutztieren durch Fleischverzicht einsetzen und sie sollten die Prioritäten mehr auf Wildtiere legen. Deren Leid sei unendlich größer, als der von Nutztieren. Auszüge aus dem Kommentar wurden von dem Diplom-Psychologen und Wissenschaftsautor Thilo Spahl ins Deutsche übersetzt.
Um die Terminkoordination für die Einsätze des Infomobils kümmert sich Frau Selig oder Frau Kerber. Impressionen von den Einsätzen findet man auf der Facebookseite des berufsständischen Vertretung.
Geneditingist, schaffen die Chinesen Fakten. In der renommierten Fachzeitschrift "Science" wurde heute über die Ergebnisse des Einsatzes von CRISPR/Cas9, einer Methode zur gezielten Veränderung des Erbgutes, an einem menschlichen Embryonen berichtet. Danach soll es den chinesischen Wissenschaftlern gelungen sein, eine Mutation im Erbgut zu korrigieren, die für eine leichte Ausprägung der Bluterkrankheit verantwortlich ist.
Wir respektieren und schätzen die Aufgabe von Vereinen, Organisationen und Medien, die Arbeit der wissenschaftlichen Behörden kritisch zu hinterfragen. Dies ist ein wichtiges Element eines demokratischen Systems, sagt BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel.
Man tut aber dem öffentlichen Diskurs keinen Gefallen, wenn Wissenschaft diskreditiert wird und dies auf Unkenntnis der gesetzlichen nationalen und internationalen Verfahren beruht. In einigen Kreisen wird eine wissenschaftliche Bewertung nur noch akzeptiert, wenn die Erkenntnisse die eigene Agenda stützen. Genau deshalb hat man das BfR als unabhängige und unparteiische Institution für die wissenschaftliche Politikberatung gegründet.Auch die wiederholt vorgebrachte Forderung, dass Bewertungsbehörden eigene Experimente durchführen sollten, ist in den gesetzlich vorgeschriebenen Abläufen nicht vorgesehen.
Anm. d. Red.: Die Ergebnisse lassen sich auf andere Bereiche der Landwirtschaft übertragen. So hat der Wissenschaftliche Beirat im Gutachten
Zur Ausrichtung einer zukunftsfähigen Tierhaltungbereits im Jahr 2015 zahlreiche Politikempfehlungen ausgesprochen und dabei auch Hindernisse für deren Umsetzung aufgezeigt. So steht das Bau- und Emissionsrecht baulichen Änderungen für eine tierfreundlichere Haltung vielfach im Weg. Neue Hürden wurden sogar mit der Dünge-Verordnung aufgebaut oder sind in Form der TA-Luft in Planung. Die Empfehlungen bleiben also nur Lippenbekenntnisse, wenn es die Politik nicht schafft, die passenden gesetzlichen Rahmenbedingungen zu schaffen.
Die Landwirtschaft ist wichtiger Partner bei der Bereitstellung regenerativer Energie, egal ob über pflanzliche und tierische Lebensmittel oder Strom aus Biomasse und Güllevergärung sowie Photovoltaik. Díe Nutzung der Nährstoffe aus Wirtschaftsdünger ist Bestandteil einer nachhaltigen Landwirtschaft. Sie schont endliche Ressourcen (Phosphor) und spart bares Geld. Das hat jetzt auch China erkannt. China daily
informiert darüber, dass man dem deutschen Beispiel folgen will: Gülle und Mist soll als Dünger und Energie genutzt werden. Bisher wird der Tierdung noch vielfach als Abfall
betrachtet und entsorgt
. Jetzt ist die Förderung von Biogasanlagen und von Anlagen für die Aufbereitung tierischer Dünger geplant. Jährlich sollen rd. 4 Mrd. Tonnen Wirtschaftsdung anfallen. Die Zeitung beruft sich dabei auf Angaben aus dem chinesischen Landwirtschaftsministerium.
Kuhstall 4.0: gut für die Tiere
Melk- und Futterroboter, Sensorik und Drohnen: Die Digitalisierung hält Einzug auf den Bauernhöfen – zum Wohl der Tiere. Im Kuhstall 4.0 werden etwa umfangreiche Daten zu Gewicht, Melkzeiten und Milchmengen der Tiere erfasst. So kann der Bauer mit einem Blick auf das Smartphone sehen, ob mit seiner Herde alles in Ordnung ist, Krankheiten werden schneller erkannt und effektiver behandelt. Das schätzen auch die Landwirte und Lohnunternehmer: Mehr als die Hälfte (55 Prozent) sagt, dass digitale Anwendungen in der Landwirtschaft das Tierwohl steigern,informiert die Bitcom in einer älteren Pressemeldung.
Das Thema ist aber nach wir vor hoch aktuell, wie eine aktuelle Meldung des Unternehmens Evonik zeigt:
Evonik bringt die Digitalisierung in den Hühnerstall
Petra Gastmeier vom Institut für Hygiene und Umwelt der Berliner Charité sehe die Lage zumindest für Deutschland nicht ganz so düster. Man habe das Problem hierzulande derzeit unter Kontrolle. Positiv sei, dass Keime Resistenzen nicht nur einsammeln, sondern auch wieder verlieren können. Auch konsequente Hygiene- und Screeningmaßnahmen könnten Resistenzen aufhalten. Über innovative Bekämpfungsmethoden würde nachgedacht:
Bakteriophagen, die naturgemäß Bakterien befallen, könnten gezielt auf Keime gehetzt werden. Oder antibakterielle Peptide, die aus Insekten oder Meerestieren gewonnen werden.
Es gibt Überlegungen, die Resistenzgene mit der Cripr-Cas-Technologie einfach aus dem Erbgut resistenter Bakterien herrauszuschneiden und sie so wieder empfindlich für Antibiotika zu machen,wird die Charité-Wissenschaftlerin zitiert.
Forum - Ort der Faszination, Lebensader, Zielscheibe von Kampagnen: Kaum eine Branche wird so unterschiedlich und emotional wahrgenommen wie die Moderne Landwirtschaft. Landwirt – Verbraucher – Industrie/Handel: Das sind ihre drei Pole. Erstmals werden sie zu einem schlüssigen Mosaik zusammengeführt und den Besuchern des ErlebnisBauernhofs in Halle 3.2 der Internationalen Grünen Woche Berlin 2018 (19. - 28. Januar) präsentiert.
Im Zentrum der Halle 3.2 wird kommendes Jahr eine Erlebnisfläche mit verschiedenen Stationen errichtet, die den Besuchern die unterschiedlichen Perspektiven auf Themen wie Tierhaltung, Pflanzenschutz oder High-Tech-Landwirtschaft erfahrbar machen.
Mittels Augmented Reality – also der computergesteuerten Erweiterung von Sinneswahrnehmung – wird das, was einen modernen landwirtschaftlichen Betrieb ausmacht, realistisch und hautnah auf die Grüne Woche projiziert. Hier erwacht ein Stall vor den Augen der Besucher plötzlich zum Leben. Ein dreifarbiger Farbfächer ermöglicht es den Besuchern, zwischen den Perspektiven Landwirt, Verbraucher und Industrie/Handel hin- und herzuwechseln.
Ausgerichtet wird der ErlebnisBauernhof vom Forum Moderne Landwirtschaft (FORUM) und mehr als 50 Partnern aus der Agrarbranche. Gemeinsam bringen sie Moderne Landwirtschaft zum Entdecken und Anfassen auf die Grüne Woche. Der ErlebnisBauernhof macht Spaß und ermöglicht einen aktuellen Blick hinter die Kulissen einer faszinierenden Branche.