BRS News Schwein

Bei der Beraterhochschultagung der Landwirtschaftskammer Niedersachsen werden aktuelle und zukünftige Anforderungen an die landwirtschaftliche Beratung beleuchtet. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Kompetenzen im Zeitalter der künstlichen Intelligenz erforderlich sind. Fachvorträge geben Einblicke in die Einsatzmöglichkeiten und Grenzen von KI sowie in die soziale Dimension bei der Beratung von landwirtschaftlichen Betrieben.

Proteinmarkt - Weizenkleie ist ein Nebenprodukt der Mehlherstellung und kann als Futtermittel für Schweine, Wiederkäuer und Geflügel verwendet werden. Sie wird gerne als klassisches Faserfuttermittel verwendet, aber auch die hohe Lysin-Konzentration im Rohprotein macht sie für die Ernährung von Monogastriern interessant. In der bayerischen Praxis wird Weizenkleie jedoch bislang nur in begrenztem Umfang eingesetzt, insbesondere in der Schweinefütterung. Dies ist vor allem auf die Sorge vor einer möglichen Belastung mit Mykotoxinen zurückzuführen.

ADT - Die Europäische Kommission hat am 3. September 2026 ihr Lebensmittel- und Veterinärauditprogramm für 2027 veröffentlicht. Insgesamt sind 144 Audits und acht Informationsbesuche vorgesehen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Kontrolle von Drittlandseinfuhren und EU-Grenzkontrollstellen. Für Deutschland sind vier Audits und ein Informationsbesuch geplant. Die Prüfungen betreffen folgende Bereiche:

  • Tiergesundheit: Sofortmaßnahmen gegen die Vogelgrippe
  • Antibiotikaresistenz: Anwendung von Tierarzneimitteln
  • Futtermittelsicherheit: Futtermittelhygiene
  • Einfuhrkontrollen: Einfuhr lebender Tiere und tierischer Erzeugnisse
  • Informationsbesuch: Zoonotische Influenzaviren im Rahmen des One-Health-Ansatzes

Die Auswahl der Themen basiert unter anderem auf rechtlichen Anforderungen, gesundheitlichen Risiken, Handelsvolumen, Verstößen und Ergebnissen früherer Prüfungen. Das Programm kann im Jahresverlauf an neue Entwicklungen angepasst werden.

BRS fordert anlässlich der Agrarministerkonferenz verlässliche Rahmenbedingungen für heimische Tierhaltung

In seiner Stellungnahme betont der Verband die Bedeutung der Tierhaltung für Ernährungssicherheit, regionale Wertschöpfung und vitale ländliche Räume. Angesichts geopolitischer Krisen und zunehmender Unsicherheiten müsse die Versorgung mit heimischen Lebensmitteln wieder stärker in den Mittelpunkt der Agrarpolitik rücken. Hohe Kosten, Bürokratie, zunehmende Regulierung und fehlende Planungssicherheit belasteten die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe.

Anlässlich der Agrarministerkonferenz in Würzburg fordert der Bundesverband Rind und Schwein (BRS) von Bund und Ländern eine verlässliche Agrarpolitik zur Sicherung der heimischen Tierhaltung. In seiner Stellungnahme betont der Verband die Bedeutung der Tierhaltung für Ernährungssicherheit, regionale Wertschöpfung und vitale ländliche Räume. Angesichts geopolitischer Krisen und zunehmender Unsicherheiten müsse die Versorgung mit heimischen Lebensmitteln wieder stärker in den Mittelpunkt der Agrarpolitik rücken. Hohe Kosten, Bürokratie, zunehmende Regulierung und fehlende Planungssicherheit belasteten die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe. Für die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) nach 2028 fordert der BRS eine stärkere Honorierung der Leistungen der Tierhaltung – von der Erzeugung hochwertiger Lebensmittel über die Grünlandnutzung und regionale Nährstoffkreisläufe bis zur Entwicklung ländlicher Räume.

Fokus Schwein Logo

Die kostenfreie Webinar-Reihe Fokus Schwein bietet schweinehaltenden Betrieben kompakte Informationen zu aktuellen Themen, praxisnahe Lösungsansätze und die Möglichkeit, Fragen direkt an Expertinnen und Experten zu stellen. Im nächsten Webinar am Dienstag, 6. Oktober 2026, von 19:00 bis 20:15 Uhr dreht sich alles um das Thema Dauerbrenner Salmonellen – was Sie darüber wissen müssen.

Referierende und Themen:

  • Dr. Anja Rostalski, TGD Bayern: Salmonellen – Klinik, Beratung und Bekämpfungsmöglichkeiten
  • Dr. Ulrike Bernemann, Westfleisch: Bedeutung der Salmonellen für Verbraucher und Schlachthof
  • Dr. Lisa Witt, MSD Tiergesundheit: Gesund von innen heraus – warum Darmstabilität ein entscheidender Baustein zum Erfolg sein kann (Praxisfall)

Wie kann Künstliche Intelligenz die Tiergesundheit verbessern, Ressourcen sparen und Emissionen im Kuhstall senken? Dieser Frage widmet sich der Thementalk Smart Cow: Wie KI den Kuhstall der Zukunft verändert des Forums Moderne Landwirtschaft. Dr. Ramona Wulf und Lea Fließ zeigen, welche digitalen Lösungen bereits heute in der Milchviehhaltung zum Einsatz kommen, wo ihre Grenzen liegen und wie KI zu einer tiergerechteren, klimafreundlicheren und wirtschaftlicheren Landwirtschaft beitragen kann. Die Veranstaltung findet am 15. Oktober 2026 von 12:00–12:30 Uhr auf der SCCON auf dem Messegelände Berlin statt.

Eine Studie des Thünen-Instituts für Ökologischen Landbau zeigt, dass die Haltungsform allein kein Garant für besseres Tierwohl ist. Entscheidend ist vielmehr, wie die Betriebsinhaberinnen und -inhaber ihre Tiere und Herden managen – unabhängig davon, ob der Betrieb ökologisch oder konventionell wirtschaftet. Die Auswertung von 86 Studien und 623 Vergleichspaaren ergab, dass der Ökolandbau zwar in einigen Bereichen Vorteile bietet, sich in der Mehrheit der Fälle jedoch kein eindeutiger Unterschied zur konventionellen Haltung feststellen ließ. Besonders die Tiergesundheit hängt stärker vom individuellen Management und der Berücksichtigung von Risikofaktoren ab als vom Haltungssystem selbst. Ökologische Vorgaben, etwa zu Platzangebot und Einstreu, können das Tierwohl fördern. Auch Auslauf und Weidegang schaffen bessere Voraussetzungen für artgemäßes Verhalten. Sie ersetzen jedoch kein gutes Management.

Im August 2026 wurde in Hessen erstmals seit Beginn des ASP-Ausbruchs kein neuer Fall der Afrikanischen Schweinepest festgestellt, meldet der Landesjagdverband Hessen. Die umfangreichen Maßnahmen von Behörden, Tierärzten, Schweinehaltern und Jägerschaft zeigen Wirkung. Dazu zählen unter anderem Zäune, Schutzzonen, intensive Kadaversuchen und die Reduzierung der Wildschweinbestände. Trotz dieser positiven Entwicklung ist weiterhin Vorsicht geboten, da eine vollständige Entwarnung noch nicht möglich ist.

Eine krisenfeste Nutztierhaltung braucht mehr als Vorsorge auf den einzelnen Betrieben. Der Bundesverband Rind und Schwein e. V. (BRS) fordert, die gesamte Wertschöpfungskette in die Krisenplanung einzubeziehen – von der Energie- und Futtermittelversorgung über Verarbeitung und Logistik bis hin zu kritischen Dienstleistungen und Zuchtstrukturen. Entscheidend sind dabei praxistaugliche Konzepte, die auch unter realistischen Krisenbedingungen funktionieren. Gerade in der Nutztierhaltung kann die Produktion im Krisenfall nicht einfach heruntergefahren werden. Tiere brauchen kontinuierlich eine funktionierende Versorgungstechnik, betont der BRS. Die Landwirtschaft sei daher ein elementarer Bestandteil der kritischen Infrastruktur und ihre Krisenvorsorge von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung. Mit diesen Überlegungen bringt sich der BRS in die aktuelle Diskussion des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) zur Krisenreaktionsfähigkeit der Land- und Ernährungswirtschaft ein.