GAP 2028: Ökologie, Ernährung und Tierhaltung ausgewogen fördern
SuS, Ausgabe 5.2026 - Die Neuausrichtung der Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) ab 2028 wird derzeit diskutiert. Der Bundesverband Rind und Schwein e. V. (BRS) fordert eine ausgewogene Förderung der unterschiedlichen Leistungen der Landwirtschaft. Neben Klima-, Umwelt- und Biodiversitätsleistungen müssten auch die Erzeugung heimischer Lebensmittel, Ernährungssicherung und der Erhalt einer leistungsfähigen Nutztierhaltung stärker berücksichtigt werden. Aus Sicht des BRS steht die heimische Produktion tierischer Lebensmittel nicht im Gegensatz zu ökologischen Zielen. Im Gegenteil, sie ist ein wichtiger Baustein für Versorgungssicherheit, regionale Wertschöpfung und resiliente Agrarstrukturen. Um den Strukturwandel in der Nutztierhaltung aufzuhalten und Investitionen in Tierwohl und zukunftsfähige Haltungssysteme zu ermöglichen, schlägt der BRS eine Weiterentwicklung der Förderung vor. Kernpunkt ist eine Veredelungsprämie für Nutztiere, die unabhängig von der Tierart gezahlt werden soll und sich durch eine Neujustierung bisheriger Direktzahlungen finanzieren lässt.