BRS News Schwein
Antibiotikaverbrauch steigt dramatisch
Wissenschaftler des Forschungszentrums CDDEP (Center for Disease Dynamics, Economics & Policy) haben auf der Basis von Antibiotika-Verkaufsdaten in 76 Ländern Verbrauchsprognosen angestellt. Der Gesamtkonsum soll von 21,1 Milliarden (DDD) im Jahr 2000 auf 34,8 Milliarden im Jahr 2015 angestiegen sein. Das Wachstum könnte lt. Wissenschaftlern bis 2030 um 200 Prozent zunehmen.
Untersuchungen an verendeten/getöteten Schweinen in Verarbeitungsbetrieben für tierische Nebenprodukte (VTN). Lt. der Verfasserin, Prof. Dr. Elisabeth große Beilage, ist es wichtig,
die Tierhalter in entsprechenden Aus- und Fortbildungsmaßnahmen theoretisch und vor allem praktisch im angemessenen Umgang mit kranken und verletzten Tieren zu schulen.
Positiv ist, dass seit der gesetzlichen Änderung zur Nottötung von Ferkeln eine Menge passiert ist. So wurden z.B. gerade zwei Leitfäden veröffentlicht, mit denen Landwirte sensibilisiert und ausgebildet werden. Es vergeht kaum eine Fachtagung, auf der das Thema nicht Gegenstand der Diskussion ist.
Schweineseminare am LBZ Echem
Jedes Seminar kann zum Preis von 95 Euro/Tag gebucht werden.
In einem offenen Brief an die neue Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner macht die Zuchtorganisation German Genetic deutlich, dass es einen vierten Weg
geben muss, um das gesetzliche Verbot der betäubungslosen Kastration von männlichen Ferkeln ab 1.1.2019 für deutsche Ferkelerzeuger umsetzen zu können. Wegen ungeklärter und offener Fragen sowie fehlender Marktakzeptanz der in Deutschland bisher zulässigen drei Kastrationsalternativen, befürchtet die bäuerlich getragene Zuchtorganisation Wettbewerbsverzerrungen gegenüber Nachbarländern, die derzeit mit politischer Unterstützung einen vierten Weg
etablieren. Ohne die Möglichkeit, ähnlich wie beispielsweise Ferkelerzeuger in Dänemark agieren zu können, sieht German Genetic ansonsten einen enormen Strukturwandel auf den Ferkelerzeugerbereich in Deutschland zukommen und geht von massiven Wettbewerbsnachteilen aus. Der Ansatz, an dem Frau Ministerin Klöckner ihre Handlungsspielräume nutzen muss, sei die Definition des Begriffs der wirksamen Schmerzausschaltung
, so German Genetic. Die für Betäubungsverfahren übliche Schmerzausschaltung
, die im Übrigen so auch für Menschen gelte, wäre dabei in diesem Zusammenhang die richtige und passende Interpretation bzw. Auslegung. Wenn diese Voraussetzungen gegeben sind, dann stünde die Türe zur Umsetzung des sogenannten vierten Weges
offen.
In insgesamt elf Kategorien wird der CeresAward am 18. Oktober 2018 in Berlin imRahmen einer feierlichen Gala verliehen – zusätzlich wird der Gesamtsieger, der Landwirt des Jahres gekürt. Aber vor dem Jury-Entscheid steht zunächst die Bewerbungsphase für die innovativsten Landwirtinnen und Landwirte.
Digital Animal Farminggeht es Tierarten übergreifend um Fragen der Digitalisierung von Produktionsprozessen im Stall und auf dem Betrieb. Ob in der Produktionsüberwachung, bei der Tiergesundheit und beim Tierwohl, der betrieblichen Nährstoffbilanz oder auch der Transparenz zum Kunden: Durch den Einsatz von Sensoren und zielgerichtetes Datenmanagement können die Bedürfnisse der Tiere, der Umwelt, des Landwirts sowie der Verbraucher gleichermaßen berücksichtigt werden.
Anmeldeschluss ist der 27. März 2018. Interessenten erhalten weitere Informationen bei der DLG-Akademie, Tel.: 069/24788-333, E-Mail: akademie@dlg.org oder im Internet unter www.dlg-akademie.de/nc/veranstaltungen/agribusiness/wertschaetzende-kommunikation-mit-wirkung. Hier ist auch eine Online-Anmeldung möglich.
Large-scale agriculture – for profit and society?gibt Einblicke in die Rahmenbedingungen, Perspektiven und Herausforderungen großbetrieblicher Landwirtschaft und betrachtet in diesem Zusammenhang auch die zunehmende Bedeutung gesellschaftlicher Erwartungen. Die Konferenz bietet aktuelle Forschungsergebnisse, Diskussionsplattformen und Austauschmöglichkeiten zwischen landwirtschaftlicher Praxis und Wissenschaft. Am dritten Konferenztag, dem 29. Juni 2018, teilen Repräsentanten aus der internationalen Agrarindustrie ihre Erfahrungen mit dem Publikum und diskutieren mit Vertretern aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft. Zahlreiche national und international anerkannte Referentinnen und Referenten aus Forschung, Agrarwirtschaft und internationalen Institutionen beteiligen sich vom 27. bis 29. Juni 2018 an der Konferenz in Halle (Saale).
Die amerikanischen Zollerhöhungen würden jetzt v.a. China treffen, das umgehende reagierte und mit Einfuhrzöllen auf zahlreiche Agrarerzeugnisse wie Schweinefleisch und Äpfel drohte. Der Agrarinformationsdienst aus Österreich schreibt, dass davon v.a. ländliche amerikanische Regionen mit einer hohen Anzahl von Trumpwählern getroffen würden.
Der Begriff Moralparadoxon
beschreibt die Diskrepanz zwischen Verbraucheransprüchen und deren Einkaufsverhalten. Jeder Verbraucher möchte mehr Tierschutz, dafür aber nicht mehr bezahlen.
Besonders deutlich wird dies bei einer aktuellen Auswertung des Europäischen Amtes für Statistik, die die Haltungssysteme für Legehennen in Europa ausgewertet hat. Im Unterschied zu Deutschland setzt der Rest der EU (Ausnahme Österreich und die stark nach Deutschland verkaufenden Niederlande) auf die neuen, die 'ausgestalteten' oder 'möblierten' Käfige für Legehennen in 'Kleingruppen'
, informiert der Agrarstatistiker Georg Keckl und bezieht sich dabei auf Daten von Eurostat. Die ausgestalteten Käfige für die Kleingruppen sind und bleiben EU-weit zugelassen, erinnert der Statistiker. In Deutschland wäre dieses Haltungssystem nicht mehr genehmigungsfähig, ab 2025 sogar verboten.
Das Fachmagazin Top Agrar macht daraus die Schlagzeile: Trotz Verbot massenhaft Eier aus Käfighaltung im Verkauf
. Basis ist u.a. ein Assoziierungsabkommen, das 9/2017 in Kraft trat und der Ukraine den Export von Kafigeier in die Europäische Union zu liefern. Davon profitieren die großen Eiervermarkter Ovostar Union und Yasensvit; die deutschen Legehennenhalter haben das Nachsehen.
Ähnliches Folgen für deutsche Tierhalter zeichnen sich bei der Kastration von Jungebern ab. Während das BMEL als einziges EU-Land ein Ausstiegsdatum gesetzlich verankert hat, aber keine praktikable und marktkonforme Alternative nennen kann, haben die Nachbarländer längst reagiert: Belgien verzichtet auf den Ausstieg und Dänemark etabliert mit politischer Unterstützung eine weitere Alternative.