BRS News Schwein
Kastration: BMEL enttäuscht Landwirte
Trotz de existenzbedrohenden Lage für die deutschen Ferkelerzeuger beharrt das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) auf seiner nüchternen Einschätzung.
Zum jetzigen Zeitpunkt geht die Bundesregierung davon aus, dass die Frist eingehalten werden kann, so die Antwort des BMEL auf Fragen des Grünen-Politikers Friedrich Ostendorff. Mit welchen Verfahren der Ausstieg umgesetzt werden soll, will der Bund die Betriebe entscheiden lassen.
Unsere Nachbarn dagegen schaffen Fakten: die dänische Regierung greift ihren Schweinehalter mit der Zulassung einer vierten Alternative kurzfristig unter die Arme, was den Importdruck dänischer Ferkel weiter verschärfen wird. Belgien hat das Ausstiegsdatum bis zum Vorliegen einer praxis- und markttauglichen Alternative ausgesetzt und der Rest Europas scheint sich über Deutschland lustig zu machen. Handwerkliche politische Fehler setzen die deutschen Schweinehalter und die deutsche Fleischwarenindustrie unnötig unter Druck.
Die Landwirtschaft und damit auch der Agrarhandel stehen vor großen Herausforderungen. Stichworte sind etwa Ackerbau-, Biodiversitätsstrategie und die Tierwohldebatte, die einen Einfluss auf die Ausrichtung der modernen Landwirtschaft nehmen werden. Das schließt aus Sicht des BVA sowohl die konventionelle als auch Bio-Landwirtschaft ein. Der Agrarhandel wird darauf reagieren und sich gemeinsam mit der Landwirtschaft strategisch weiterentwickeln. Schuler begrüßt daher ausdrücklich das klare Bekenntnis zur modernen Landwirtschaft, das die neue Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, in der vergangenen Woche abgab. Die derzeit auf europäischer Ebene diskutierte und im Koalitionsvertrag verankerte Strategie zur Förderung des Anbaus von Eiweißpflanzen ist nach Auffassung des BVA unnötig.
BfT unterstreicht Notwendigkeit hoher Sicherheits- und Hygienemaßnahmen zum Schutz vor ASP
Der Bundesverband für Tiergesundheit e.V. unterstützt den aktuellen strategischen Ansatz der Tierseuchenbekämpfung des Bundeslandwirtschaftsministeriums, durch verstärkte Biosicherheitsmaßnahmen die Möglichkeit zu schaffen, im Fall der Einschleppung zwischen Wild- und Haustierschweinebestand zu unterscheiden. Eine Prävention durch Impfung ist im Fall der ASP nicht möglich.
In einer Pressemeldung informiert der Fachverband über die Schwierigkeiten bei der Suche nach einem Impfstoff.
Die Qualitätsweizen-Erzeugergemeinschaften in Niedersachsen ständen vor einer schwierigen Aufgabe: aus der Backweizenerzeugung aus- und in die Futterweizenerzeugung einsteigen? Der deutsche Gesetzgeber hat mit seiner Düngenovelle massiv in den Wettbewerb eingegriffen: die Länder mit heißen und trockenen Sommern (Tschechien, Rumänien), die weiterhin spät düngen können, böte die deutsche Düngenovelle mehr Zugang zum deutschen, niederländischen und dänischen Mehlmarkt.
Die Fehler der dänischen Düngepolitik scheinen sich in Deutschland zu wiederholen: Dänemark ist durch eine strikte Düngeverordnung nicht mehr in der Lage, selber backfähiges Mehl zu erzeugen. Die eigene Weizenernte muss trotz guter Ackerböden überwiegend verfüttert werden oder wird als Futterweizen exportiert. Gleichzeitig steigt der Eiweißimportbedarf, z.B. in Form von Soja-Eiweiß, weil das Eiweiß aus Weizen fehlt.
Zum jetzigen Zeitpunkt geht die Bundesregierung davon aus, dass die Frist eingehalten werden kann, so die Antwort des BMEL auf Fragen des Grünen-Politikers Friedrich Ostendorff. Mit welchen Verfahren der Ausstieg in weniger als zehn Monaten umgesetzt werden soll, will der Bund die Betriebe entscheiden lassen.
In Belgien scheint man weiter. Weil der Markt eindeutige Signale gebe, wird dort das Ausstiegsdatum bis zum Vorliegen praxisgerechter Lösungen verschoben.
wildschweinsicherentsorgt werden.
Der Flyer steht auf der AIZ-Internetseite zum Download.
Tierrechtler sind keine Hilfssherrifs
rechtssystematisch falschsei.
Über dieselbe Fragestellung hatte kürzlich auch der Bundesgerichtshof im Falle der Ausstrahlung heimlich entstandener Aufnahmen aus zwei Bio-Hühnerställen zu entscheiden.
EPP-Kongress 2018 in der Schweiz
Der Club der Europäischen Schweineproduzenten (European Pig Producers Club/EPP) führt seinen Jahreskongress 2018 erstmals in der Schweiz, im Bildungs- und Seminarzentrum Campus Sursee, durch. Der Kongress steht unter dem Leitmotiv A tail’s length aheadund befasst sich schwerpunktmäßig mit der Umsetzung von Tierwohlanforderungen. Fachleute aus der Schweiz präsentieren unter anderem ihre bewährten Aufstallungssysteme. Zudem stehen aktuelle Fragen zur Tiergesundheit, zu Konsumentenansprüchen und zur Vermarktung auf der Tagesordnung.