BRS News Rind
Der im Grundsatz richtige Weg einer Förderung von mehr Tierwohl dürfe nicht über die Ausgestaltung von Auflagen oder Kennzeichnungsregelungen konterkariert werden,heißt es in der Meldung von heute.
Der Bayerische Bauernverband äußerte sich besorgt über mögliche Folgen einer Haltungskennzeichnung für die bäuerlichen Familienbetriebe. Eine verpflichtende Kennzeichnung für tierische Produkte am Vorbild der Eierkennzeichnung sei bei Milch und Fleisch logistisch nicht umsetzbar und werde den Strukturwandel forcieren, warnt der BBV. Was eine Kennzeichnung mit Tierschutz zu tun habe, muss auch noch geklärt werden. Um das beurteilen zu können, müssen die Details der Vereinbarungen aber erst bekannt werden und hinsichtlich ihrer sozio-ökonomischen Auswirkungen geprüft werden.
Phagen als Bakterienkiller
Kühe verdauen Nahrung, die für den Menschen nicht nutzbar sind und liefern im Gegenzug wertvolle tierische Lebensmittel. Damit sie aber das Gras und Heu in verdauliche Bestandteile zerlegen können, sind Millionen von Bakterien im Magen der Wiederkäuer aktiv, erinnert das Internetportal
Bioökonomie.de. Wie das die Bakterien in den Mägen der Kuh schaffen, ist bislang ein Rätsel, das Forscher der Universität jetzt lösen dürfen. Dafür erhalten Sie 450.000 Euro.
Im Ergebnis hoffen die Forscher auf neue Erkenntnisse, um die Gesundheit der Tiere künftig durch eine gezielte Fütterung noch besser fördern zu können.
QS-live. Initiative Qualitätssicherung
QS-livebringt den Verbrauchern das QS-Prüfsystem nahe und informiert über die zuverlässige Produktion und Vermarktung von Fleisch, Wurst, Obst und Gemüse. Zusätzlich soll das Bewusstsein für den korrekten Umgang mit frischen Lebensmitteln zu Hause geschärft werden.
Die Webseite www.qs-live.de bietet ein umfangreiches Infotainment Angebot – mit einem Blog, Gewinnspielen, Rezepten und Warenkundetipps rund um frische Lebensmittel mit dem QS-Prüfzeichen.
Der QS-Wissenschaftsfonds
Der Fonds wird finanziert aus den Sanktionsstrafen, die Systempartner bei Verstößen gegen die QS-Anforderungen zahlen müssen. Weitere Informationen finden Sie unter www.q-s.de/qs-system/qs-wissenschaftsfonds.html
Glen P. Peters, Corinne Le Quéré, Robbie M. Andrew, Josep G. Canadell, Pierre Friedlingstein, Tatiana Ilyina, Robert B. Jackson, Fortunat Joos, Jan Ivar Korsbakken, Galen A. McKinley, Stephen Sitch, Pieter Tans. Towards real-time verification of CO2 emissions. Nature Climate Change, 2017; DOI: 10.1038/s41558-017-0013-9
"Agrarwende" treibt Nahrungsmittelpreise
Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich von Oktober 2016 bis Oktober 2017 um 4,3 % und wirkten deutlich preistreibend auf die Gesamtteuerung,meldet das statistische Bundesamt heute.
Anm. d. Red.: Dieses Geld fehlt den Haushalten im verfügbaren Haushaltsbudget und hat direkte Auswirkungen für eine Volkswirtschaft, weil in anderen Bereichen (Auto, Reisen, Luxusartikel ..) gespart werden muss. Diese Beobachtung machen Konsumforscher seit der Energiewende. Essen und Energie, darauf kann niemand verzichten. Insbesondere Haushalte, die auf staatliche Transferzahlungen angewiesen sind, werden von der Teilhabe am Wohlstand Deutschlands abgeschnitten.
Jetzt deuten sich weitere Teuerungen an: in den Koalitionsverhandlungen geht es um die sog.
Agrarwende. Ohne eine sozio-ökonomische Folgenabschätzung sollte die Politik die Finger davon lassen (sk).
Der Deutsche Verband Tiernahrung e. V. (DVT) – Wirtschaftsverband der heimischen Futtermittelbranche – weist die von Umweltschützern geäußerte Kritik an Futtermittelimporten und den allgemeinen Vorwürfen zur Futtermittelwirtschaft zurück. Die pauschale Ablehnung der tierischen Veredlung und der damit verbundenen Fütterung entbehre jeder Grundlage, so der DVT. Die Wirkungskraft der Futterwirtschaft ermöglicht uns nicht, den Klimawandel aufzuhalten. Zugleich weisen wir die Unterstellung, wir hätten kein Interesse daran, den Klimawandel ernsthaft aufzuhalten, nachdrücklich zurück, weil das Wohl der Tiere und nachhaltiges Wirtschaften ein wichtiges Anliegen unserer Arbeit ist
, kommentiert DVT-Geschäftsführer Dr. Hermann-Josef Baaken die Behauptungen einzelner Umweltaktivisten, die sich am Rande der Weltklimakonferenz COP23 in Bonn zur vermeintlichen Verantwortung der deutschen Futtermittelwirtschaft für die globale Landwirtschaft geäußert haben. Der Fachverband geht in der Pressemeldung auf vier für den Verband wichtige Aspekte ein.
Wir sind Tierarztmacht in einer aktuellen Pressemeldung auf neue Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aufmerksam, mit denen die Wirksamkeit der Antibiotika erhalten bleiben sollen. Eine zentrale Forderunge orientiert sich an den seit 2013 geltenden EU-Vorgaben, Antibiotika nicht mehr als Wachstumsförderer einzusetzen. Das ist in vielen Teilen der Welt leider noch üblich. Außerdem sollen die WHO-Mitgliedsstaaten die Rolle des Tierarztes stärken – Stichwort
Verschreibungspflicht. Auch das ist in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben, ebenso wie ein Monitoring der Antibiotikaanwendungen.
Hinsichtlich der beiden
Best-Practice-Statementszu den Beschränkungen bei der Verwendung neuer Klassen von antimikrobiellen Mitteln und antimikrobiellen Mitteln, die derzeit nicht bei Nutztieren eingesetzt werden, äußert sich der europäische Tierärzteverband FVE in einer Stellungnahme zu den WHO-Leitlinien besorgt über die Verfügbarkeit neuer Antibiotika für die Behandlung von Tieren. Auch für Tiere werden solche Produkte dringend benötigt.
Pauschalierender beziehungsweise unsachgemäßer Kritik, wie der Behauptung, bei der Initiative Tierwohl handle es sich um ein Produktsiegel, darf keine Aufmerksamkeit mehr geschenkt werden
, fordert Dr. Alexander Hinrichs, Geschäftsführer der Initiative Tierwohl. "Es schadet dem Fortschritt hin zu mehr Tierwohl in der Nutztierhaltung, wenn einzelne Interessensvertreter die Leistungen der Initiative Tierwohl mit denen eines Siegels gleichsetzen oder andere Fehlinformationen verbreiten. Das führt den Verbraucher in die Irre und lässt die wichtige Debatte rund um mehr Tierwohl abdriften in unsachlichen Populismus. Das muss aufhören, wenn wir das gemeinsame Ziel ‚Mehr Tierwohl in der Breite‘ erreichen wollen.