BRS News Schwein
Es fehlt an Nutztierärzten
Auch das BMEL hat das Problem erkannt und möchte z.B. die Situation etwas entspannen, in dem es die Anwendung von Isofluran durch den Landwirt prüft und Forschungsgelder für die Suche nach weiteren Alternativen frei gegeben hat. Dagegen wehrt sich die Bundestierärztekammer in einer Pressemeldung. "Anästhesie gehöre nicht in Laienhand", heißt es dort lapidar. Damit steht die Berufsvertretung ziemlich alleine in Europa: in der Schweiz ist die Anwendung von Isofluran durch Landwirte erlaubt. Die skandinavischen Vorzeigeländer in Sachen Tierschutz testen gerade eine Lokalanästhesie durch Landwirte und auch aus Österreich kommen entsprechende Signale.
Dass hier dringend etwas passieren muss, zeigt allein ein Blick auf die Zahl der Nutztierärzte. Die Zahl der zugelassenen Ärzte betrug 2017 gerade einmal 1.125 Veterinäre, 50 % weniger, als noch vor 10 Jahren und davon vermutlich die Hälfte spezialisierte Schweine-Fachtierärzte. Bliebe die BTK bei ihrer Einschätzung, wären künftig drei Viertel dieser Fachtierärzte mit nichts anderem beschäftigt, als Ferkel zu kastrieren. Es ist unwahrscheinlich, dass dadurch die Attraktivität für ein Veterinärstudium steigt.
Buch: Qualitätsmerkmal Tierwohl
Im Rahmen der Buchreihe zum Thema Qualitätsmanagementder rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn ist das neue Buch
Qualitätsmerkmal Tierwohlerschienen. Tierwohl zählt heute zu den wichtigsten extrinsischen Qualitätsmerkmalen bei der Vermarktung von Fleisch, Milch und Eiern. In der Umsetzung von Tierwohlmaßnahmen müssen alle Akteure der Wertschöpfungsketten dieser Produkte – vom Zulieferer bis zum Lebensmitteleinzelhandel – Verantwortung tragen. Es wird gezeigt, welche Handlungsfelder derzeit in Verbundprojekten zur Verbesserung von Tierwohl und Tiergesundheit bearbeitet und gefördert werden, in welchen Bereichen Landwirte in den letzten Jahren in Tierwohl investiert haben und zukunftsorientierte Tierhalter weiter investieren werden und dass neue, wissenschaftsbasierte Indikatorensysteme den Erfolg von Tierwohlleistungen messbar machen. Mehr Information finden Sie hier.
Um sich auf einen möglichen Ausbruch der Tierseuche vorzubereiten, haben das Umweltministerium, mehrere Kreise, das Landeslabor Schleswig-Holstein (LSH), die Jägerschaft und die Landesforsten heute (27. Juni) eine gemeinsame Tierseuchenübung in Schleswig-Holstein durchgeführt. Hierbei wurde in den Kreisen Segeberg und Herzogtum Lauenburg ein fiktiver ASP-Ausbruch bei einem Wildschwein simuliert und neben organisatorischen auch praktische Maßnahmen geübt. Seitens der beteiligten Behörden und der Einsatzkräfte vor Ort erforderte dies eine schnelle Umsetzung umfangreicher Tierseuchenbekämpfungsmaßnahmen.
Parallel zur Fallwildsuche wurde, wie auch im Seuchenfall vorgesehen, damit begonnen, das Gebiet um den Fundort des infizierten Wildschweines durch die Schleswig-Holsteinischen Landesforsten einzuzäunen.
Initiative Tierwohl startet „Innovationspreis Tierwohl“ für Landwirte, Experten und Wissenschaftler
ITW - Die Initiative Tierwohl (ITW) hat den Innovationspreis Tierwohlins Leben gerufen. Ab dem 2. Juli 2018 können sich Schweine-, Hähnchen- und Putenhalter, Fachexperten sowie Wissenschaftler mit ihren innovativen Ideen und Projekten für den Preis bewerben. Die ITW zeichnet Ideen aus, die das Tierwohl, dessen Messbarkeit beziehungsweise die Tiergesundheit in der Nutztierhaltung von Schweinen, Hähnchen und Puten fördern. Für bereits umgesetzte Ideen können die Bewerber ebenso ein Preisgeld erhalten wie auch für erst ausformulierte Ideen oder Konzepte. Darüber hinaus unterstützt die ITW im Rahmen des
Innovationspreis TierwohlProjekte zur praktischen Umsetzung neuester Erkenntnisse für mehr Tierwohl durch eine finanzielle Förderung. Einsendeschluss für die Bewerbungsunterlagen für ein Preisgeld oder eine Projektförderung ist der 1. Oktober 2018.
Imagefilm Forum Moderne Landwirtschaft
Was die Forscher allerdings vergessen: bereits heute gilt die Tierernährung als weitgehend C02-neutral. Hintergrund ist die Kohlenstoffbindung in Form von Biomasse.
Wer Hofbesichtigungen durchführen möchte, muss vorab einige grundsätzliche Fragen klären:
- Was sind meine persönlichen Stärken?
- Was ist meine Motivation?
- Wen will ich ansprechen?
- Was sind die besonderen Stärken meines Betriebes?
- Was kann ich thematisch und organisatorisch anbieten?
- Wer unterstützt mich bei der Durchführung?
Wandel des Unternehmertums in der Landwirtschaft. Mit 2.000 Euro Preisgeld versehen ist die gleichermaßen hervorragende Masterarbeit
Analyse der Struktur und Wirtschaftlichkeit des Weinbaus in Baden und Württembergvon Eva Habermann. Der mit insgesamt 5.000 Euro dotierte Preis wird alle zwei Jahre vom Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband (BWGV) vergeben und würdigt außerordentlich gute Dissertationen und Masterarbeiten. Ort der Preisverleihung war die Uni Hohenheim, die in diesem Jahr ihr 200-jähriges Bestehen feiert.
In ihrer mit 3.000 Euro preisgekrönten Dissertation analysiert die aus Geislingen (Zollernalbkreis) stammende Nicola Gindele die Problematik des fortschreitenden Strukturwandels und die daraus resultierenden Konsequenzen und Anforderungen für die Landwirtschaft.
Liquiditätssicherungsdarlehen für dürre- oder unwettergeschädigte landwirtschaftliche Betriebe
Liquiditätssicherungin Anspruch nehmen, wenn sie ihrer Hausbank im betroffenen Betriebszweig einen Ergebnisrückgang von mindestens 30 % nachweisen können.