BRS News
Unsere wichtigste 'Eiweißpflanze' in Deutschland ist das Grünland. Die Eigenversorgung mit Futter-Eiweiß beträgt in Deutschland nur rund 73 Prozent der verfütterten Menge (6,25 Mio. Tonnen verdauliches Eiweiß, Durchschnitt 2008-2015). Von dieser im Inland erzeugten Futter-Eiweißmenge liefert das Grünland mehr als die Hälfte! Die Eiweißmenge vom deutschen Grünland ist rund 5x so hoch wie die Import-Eiweißmenge aus Sojaschrot. Das intensiv genutzte Grünland in Niedersachsen liefert ca. 16 Prozent Eiweiß in der Trockenmasse.
Brasilien erhält riesige Mengen Brotgetreide aus Deutschland. Das macht Sinn. Bei uns wachsen pro ha mehr als 8 t Brotweizen, in Brasilien sind es gerade mal 2 t, daran erinnert der Biolandwirt Wilhelm Gebken in einem Kommentar zur aktuellen Situation der Landwirtschaft im Intenetportal
TychisEinblick. Würden diese Exporte aussetzen und Brasilien selber Weizen anbauen,
müsste Brasilien zum Ausgleich für jeden ha verlorenen deutschen Ackerbodens 4 ha Regenwald abholzen.
Im Gegenzug erhalten wir Soja aus Brasilien, weil das Land für diese Ackerfrucht eine Gunstregion ist. Unsere
Eiweißlückemit deutschem Soja zu schließen mache keinen Sinn und der Biolandwirt hat Recht: 8 t deutsches Getreide mit 12% Rohprotein ergeben 0,96 t Eiweiß pro ha. 3 t Soja mit 35 % Rohprotein und einer Wertigkeit von 75 % nach dem Toasten ergeben einen ha-Ertrag von 0,83 t Eiweiß."
Handel zwischen Gunstregionen schont also Ressourcen und damit auch das Klima.
Echostellt die Personen, die sich ehrenamtlich in dem Gremium engagieren, vor. Mit dabei der Landwirt Peter Seeger aus Nieder-Klingen, der mit seiner Frau politisch an einem Strang zieht; Kathrin Seeger ist stellvertretende Vorsitzende des CDU-Ortsverbands.
Im Porträt erfährt man eine Menge über die Beweggründe des Engagements. Einer ist die Öffentlichkeit für die Landwirtschaft.
2. Workshop – Tierfotografie
Wassermangel: BVVG hilft mit Sofortmaßnahmen
In einzelnen Regionen Deutschlands herrscht eine lang anhaltende Trockenheit. Viele Landwirte haben mit Ernteausfällen und damit verbundenen Liquiditätsengpässen zu kämpfen. Neben der Möglichkeit von Landes- oder Bundeshilfen gibt es weitere Hilfsangebote.
"Der Bund hilft mit Sofortmaßnahmen, auch wenn das gesamte Schadensausmaß noch nicht klar ist. So bietet die Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG) eine Pachtpreisstundung an. Auf begründeten Antrag des Pächters hin wird die BVVG die am 30. Juni 2018 oder am 15. August 2018 fälligen Pachtraten bis zum 31. Dezember 2018 stunden. Darüber hinaus prüft die BVVG unter anderem, ob sie auf Stundungszinsen verzichten kann und ob ein gestuftes Verfahren zur Pachtminderung umgesetzt werden kann.
Lebensmittelsicherheit ist ein Oberbegriff für alle Maßnahmen und Konzepte, die sicherstellen sollen, dass Lebensmittel für den Endverbraucher zum Verzehr geeignet sind und von ihnen keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen oder Schädigungen ausgehen können. Auf der wissenschaftlichen Tagung des Dachverbandes Agrarforschung (DAF) am 6. September 2018 in Berlin werden innerhalb der pflanzlichen und tierischen Lebensmittel für die Stoffgruppen Alkaloide, Mykotoxine, Tierarzneimittelrückstände (Antibiotika), Pflanzenschutzmittelrückstände, Schwermetalle, Humanpathogene und Allergene neue Erkenntnisse und Herausforderungen für die Lebensmittelsicherheit vorgestellt und diskutiert. Die Veranstaltung richtet sich an Wissenschaftler aller betroffenen Fachrichtungen, an Entscheidungsträger in Politik und Industrie sowie an die interessierte Öffentlichkeit.
Tag der Bratwurst am 16.08.2018
Dermatitis Digitalis (DD), auch als Mortellaro`sche Erkrankungoder Erdbeerkrankheit bekannt, ist eine infektiöse (ansteckende) Entzündung der Klauenhaut, meist an typischer Stelle oberhalb des weichen Ballenhorns. Einmal durch Zukaufstiere eingeschleppt, verbreitet sich DD im Rinderbestand und lässt sich nur schwer behandeln. Akut betroffene Tiere gehen leicht bis mittelgradig lahm und verursachen hohe Kosten. Ein einzelner Fall schlägt mit 300 bis 500 Euro an Milchgeldverlust, Behandlungskosten usw. zu Buche. Auf vielen Betrieben ist DD die Klauenerkrankung. Aufgrund der hohen Bedeutung für die Wirtschaftlichkeit des Betriebes und das Tierwohl, haben die deutschen Zuchtorganisationen zusammen mit der Arbeitsgruppe um Prof. Swalve, Uni Halle, ein genomisches Zuchtwertschätzverfahren gegen die Mortellaro`sche Erkrankung entwickelt.