BRS News
Pünktlich zur Grünen Woche: "Wünsch Dir was"
Studienuntermauert werden und oft dazu herhalten müssen, die Landwirtschaft zu kritisieren. Erstaunlicherweise schaffen es diese
Wünsch-Dir-Was- Papiere sogar in die Nachrichten. Dabei hat jede gute Redaktion heute auch Wissenschaftsjournalisten, die durchaus in der Lage sind, Thesen und Behauptungen durch mindestens zwei unabhängige Expertenmeinungen abzusichern. Das kostet Zeit und damit Auflage oder Online-Klicks. Also Aufmerksamkeit. Schade, dass auch die Bundesregierung mit eigenen Bundesbehörden mitmischt.
So
postfaktischhat das Jahr begonnen:
Man darf gespannt sein, was noch folgen wird.
Gesundheitsrisiko vegane Ernährung
Tagesanzeigerüber ein Phänomen zunehmender Nährstoffunterversorung von Kindern durch vegane Eltern. Eine Bedarfsgerechte Ernährung von Kindern und Heranwachsenden ist nicht so einfach.
Vegane Ernährungist Mangelernährung, die ein Versorung mit Zusatzstoffen notwendig macht. Daher rät die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) zu einer fachlichen Ernährungsbegleitung.
Was kann die Landwirtschaft tun, um die biologische Vielfalt in der Agrarlandschaft zu erhalten und zu fördern? Antworten auf diese Frage soll ein neues Forschungsprojekt liefern, das die Michael Otto Stiftung für Umweltschutz und der Deutsche Bauernverband gemeinsam durchführen. Unter dem Projektnamen F.R.A.N.Z. (Für Ressourcen, Agrarwirtschaft & Naturschutz mit Zukunft) werden in zehn landwirtschaftlichen Demonstrationsbetrieben in Deutschland effiziente Naturschutzmaßnahmen umgesetzt. Die Maßnahmen sollen die Artenvielfalt auch auf intensiv bewirtschafteten Feldern, Wiesen und Weiden erhalten und verbessern. Das Projekt wird sowohl vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft als auch vom Bundesumweltministerium gefördert und begleitet.
Der IVA beruft sich dabei auf aktuelle Auswertung von Vergleichsbetriebsdaten durch die HFFA Research GmbH, der Forschungs- und Politikberatungsgesellschaft des Humboldt Forum for Food and Agriculture e. V. (HFFA). Die Datengrundlage lieferte das sogenannte Testbetriebsnetz des Bundeslandwirtschaftsministeriums.
Stiftung Warentest. Die BAG habe bei einem Immobilienkredit mit variabler Verzinsung einen Satz verlangt, der bereits 2009 weit über dem marktüblichen gelegen hätte. Wie Stiftung Warentest weiter berichtet, konnte durch juristischen Beistand für den Kunden erreicht werden, dass nur noch 52.000 statt 125.000 Euro gezahlt werden musste. Die Stiftung Warentest nimmt den Fall zu Anlass, auf ihrer Internetseite vorzurechnen, wie teuer unterlassene Zinsanpassungen Verbraucher zu stehen kommen können. Davon kann man eine juristische Überprüfung seiner (alten) Kreditverträge abhängig machen.
Mit offenen Märkten gegen den Klimawandel
Anm. d. Red.: Vor dem Hintergrund aktueller Diskussionen um Abschottung und Extensivierung kommen die Berechnungen aus Potsdam zur rechten Zeit. Wenn nationale Märkte für den internationalen Wettbewerb geöffnet werden, kann sich jedes Land auf jene Produkte spezialisieren, für die es die besten Anbaubedingungen hat und die es im Vergleich günstiger herstellen kann. In Europa können das veredelte Produkte sein, die z.B. viel (Regen-)Wasser benötigen. Klima muss über Systemgrenzen gedacht werden. So kommt in Deutschland niemand auf die Idee Ananas oder Bananen anzubauen. Der deutsche Wissenschaftler steht übrigens nicht allein. Er wird von internationalen Wissenschaftlern, die sich gerade zu den Vorteilen der Globalisierung geäußert haben, unterstützt. (Why we should be defending globalization). Und diese Theorie ist nicht neu. Sie geht auf Adam Smith (1723–1790), dem Urvater der Nationalökonomie zurück.
Mit offenen Märkten gegen den Klimawandel
Anm. d. Red.: Vor dem Hintergrund aktueller Diskussionen um Abschottung und Extensivierung kommen die Berechnungen aus Potsdam zur rechten Zeit. Wenn nationale Märkte für den internationalen Wettbewerb geöffnet werden, kann sich jedes Land auf jene Produkte spezialisieren, für die es die besten Anbaubedingungen hat und die es im Vergleich günstiger herstellen kann. In Europa können das veredelte Produkte sein, die z.B. viel (Regen-)Wasser benötigen. Klima muss über Systemgrenzen gedacht werden. So kommt in Deutschland niemand auf die Idee Ananas oder Bananen anzubauen. Der deutsche Wissenschaftler steht übrigens nicht allein. Er wird von internationalen Wissenschaftlern, die sich gerade zu den Vorteilen der Globalisierung geäußert haben, unterstützt. (Why we should be defending globalization). Und diese Theorie ist nicht neu. Sie geht auf Adam Smith (1723–1790), dem Urvater der Nationalökonomie zurück.
Wer sich für Verbraucherschutz und -aufklärung einsetzt, dafür aber vegane Nachbauprodukte
wählt, kann sich Spott und Häme im Netz sicher sein. Das ist Minister Schmidt gerade passiert. Völlig zu Unrecht, findet die Ernährungswissenschaftlerin Johanna Bayer. In ihrem Blog Quark und So
klärt sie die Kritiker des lobenswerten Vorstoßes aus dem Verbraucherschutzministerium über Verkehrsbezeichnungen und Rechtsgrundlagen der Lebensmittelkennzeichnung auf.
Anstatt im Internet zu googeln
oder im Duden zu suchen, gilt es, das Lebensmittelbuch der Deutschen Lebensmittelkommission, Gesetzestexte und diverse Loseblattsammlungen mit vielen EU-Verordnungen und Richtlinien zu sichten. Kritikern ist das zu aufwändig. Das hat die Ökotrophologin für alle Kritiker jetzt nachgeholt. Sie kommt daher zu dem Ergebniss, dass Korrektheit im Lebensmittelbereich vornehme Pflicht
ist, festgelegt in Paragrafen zur Lauterkeit der Informationspraxis, die von Verbraucherzentralen gerne zu Recht zitiert wird,wenn auf künstlich aromatisierten Früchtetees Obst prangt, denn Informationen über Lebensmittel dürfen nicht irreführend sein
. Alle Imitate von Wurst und Fleisch, die in Gestalt, Aufmachung und Geschmack Wurst und Fleisch offensiv nachempfunden sind, sollten Wurstersatz oder Wurstimitat, Fleischersatz oder Fleischimitat heißen. Soviel zum Gesetz. Dass sich Anbieter von Nachbauprodukten darum nicht scheren, bedarf dringend einer Klärung.
Darum sind Nachbauprodukte so teuer?
Swissmilkhat auf ihrer Internetseite die Herstellung von Butter mit der von Margarine verglichen und dafür ein Schaubild präsentiert, das verdeutlicht, warum Ersatzprodukte meist teurer als das Original sind. Während bei Margarine mehr als 10 Verarbeitungsschritt notwendig sind, braucht Butter nur drei.
Je mehr Aufwand, umso mehr Kosten. Das Vertrauen in ein Produkt wächst aber nicht automatisch mit der Verarbeitungstiefe. Das mussten jüngst auch vegane Produkte erleben.
Studien lesen lernen: "Bienen in der Stadt produzieren doppelt so viel Honig, wie auf dem Land”
Bienen in der Stadt produzieren doppelt so viel Honig, wie auf den Landlässt Zweifel aufkommen und hat die Redakteurin und Philosophin Susanne Waldeck veranlasst, sich die Studie einmal genauer anzuschauen, insbesondere auch deshalb, weil die Studie für Pauschalkritik gegenüber der Landwirtschaft genutzt wird. Und tatsächlich: die Schlagzeile basiert auf nur einer Untersuchung aus Celle, die eigentlich nur illustrieren sollte, wie wichtig die Versorgungslage für Bienen ist - unabhängig vom Standort des Bienenvolkes.
Anm. d. Red.: Das Jahr fängt an, wie es aufgehört hat: postfaktisch?