BRS News

Der aktuelle April-Beitrag von milchtrends.de, einer Kooperation der Agrarökonomie der Georg-August-Universität Göttingen und des Thünen-Instituts Braunschweig, gibt einen Überblick über die Anbindehaltung von Rindern in Deutschland, die vor allem in kleineren, traditionell geführten Betrieben in Deutschland, insbesondere in bergigen Regionen, wie Bayern und Baden-Württemberg, verbreitet ist. Da diese Haltungsform zunehmend in die Diskussion gerät, soll das aktuelle Trendthema die Anbindehaltung von Rindern in Deutschland, mit Blick auf die aktuelle Situation der Betriebe und die gesellschaftliche Perspektive darauf näher beleuchten.

Gemäß den Statuten der Weltorganisation für Tiergesundheit (WOAH) wurde dem gemeinsamen Antrag auf Wiedereinsetzung des MKS-Freiheitsstatus, der durch die Länder Berlin und Brandenburg, dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und dem Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) erarbeitet wurde, durch die WOAH zugestimmt. Damit ist gleichzeitig der WOAH-Status MKS-frei ohne Impfung für ganz Deutschland ab dem 14. April 2025 wiedereingesetzt. Durch die Zustimmung sind alle Handelsbeschränkungen, die noch für diese Eindämmungszone galten, aufgehoben und der freie Tier- und Warenverkehr kann wieder uneingeschränkt erfolgen. Für die außerhalb dieser Zone liegenden Teile Deutschlands war der Status MKSfrei bereits seit dem 12. März 2025 wiedereingesetzt.

Spanische Forscher haben untersucht, wie sich die Verabreichung von Fischöl auf die Wurfgröße, das Ferkelwachstum während der Laktation und die Konzentration entzündungshemmender Moleküle in Kolostrum und Milch bei Iberico Sauen auswirkt. Die Produktivität dieser Sauen ist häufig durch eine geringe Anzahl abgesetzter Ferkel und eine hohe Ferkelsterblichkeit während der Laktation gekennzeichnet.Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass der Zusatz von Fischöl zum Sauenfutter den Gehalt an Immunglobulinen G und A im Kolostrum und den Gehalt an Fettsäuren und daraus abgeleiteten Oxylipinen im Kolostrum und in der Milch sowie das Körpergewicht der Ferkel beim Absetzen erhöht. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Animal veröffentlicht.

Schothorst Feed Research (SFR) hat ein Sauenmodell entwickelt, mit dem Ernährungswissenschaftler den Bedarf trächtiger und säugender Sauen einfach abbilden können. Dieses Tool hilft laut SFR bei der Beurteilung und Optimierung von Sauenfutter. Derzeit funktioniert das SowModel als Excel-Berechnungstool mit einer Auswahl von 7 verschiedenen Sprachen. In naher Zukunft soll ein Online-Tool über die SFR-Website zur Verfügung gestellt werden.

Ein neuer Beitrag des Ceva Blogs ruminants.ceva.pro beschäftigt sich mit den Möglichkeiten des Einsatzes autogener Bestands- oder Stallimpfstoffe, die betriebsindividuell hergestellt werden können, um eine maßgeschneiderte Immunisierung gegen die spezifischen Krankheitserreger eines Bestandes zu ermöglichen und den Antibiotikaverbrauch zu senken. Der Artikel informiert darüber, warum eine Reduzierung des Antibiotikaeinsatzes für einen Betrieb entscheidend ist, wie autogene Impfstoffe helfen können, Infektionen gezielt zu verhindern und welche Vorteile diese innovative Präventionsmaßnahme für die Tiere und Betriebe bietet.

 

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Phileo by Lesaffre, eine Geschäftseinheit der Lesaffre Gruppe mit Hauptsitz in Lille (Frankreich), ist ein Hersteller von Qualitätshefen und Fermentationsprodukten für die Tierernährung. Das Unternehmen sucht eine/n Account Manager:in Feed für Deutschland.

R+V

Auch landwirtschaftliche Betriebe sind zunehmend dem Risiko von Cyberangriffen ausgesetzt. Schon ein unbedachter Klick oder eine winzige Sicherheitslücke können dazu führen, dass Kundendaten gestohlen oder Systeme lahmgelegt werden. Zum Schutz vor digitalen Bedrohungen bietet die R+V eine CyberRisk Versicherung an, die im Rahmen der R+V-AgrarPolice abgeschlossen werden kann.

 

Am 9. April haben CDU/CSU und SPD ihren Koalitionsvertrag für die 21. Legislaturperiode vorgestellt. Ein Koalitionsvertrag lässt grundsätzlich Raum für Interpretationen – das ist wichtig, um während einer Legislaturperiode flexibel auf neue Herausforderungen reagieren zu können.

Nach vorläufigen Zahlen des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) blieb der rechnerische Pro-Kopf-Verbrauch von Konsummilch 2024 mit 46,2 Kilogramm konstant. Während die Bürgerinnen und Bürger bei Butter sparsamer waren, erhöhte sich der Pro-Kopf-Verbrauch von Käse um ein Kilogramm auf 25,4 Kilogramm. Ein Blick auf die deutsche Milchwirtschaft zeigt außerdem: 2024 hielt jeder Milchviehbetrieb durchschnittlich 74 Kühe. Für konventionelle Milch bekamen Landwirtinnen und Landwirte knapp drei Cent mehr, Bio-Betriebe erhielten etwas weniger Geld als noch 2023.

von links: Georg Geuecke, Josef Volkwein, Stephanie Meiss, Markus Hübers, Rolf Michelberger, Stephan Schneider, Dr. Nora Hammer

Die diesjährige Fachtagung des BRS fand am 8. April 2025 in Ludwigsburg statt. Thema der diesjährigen Tagung waren die aktuellen Herausforderungen an die Landwirtschaft von heute. Entlang der Wertschöpfungskette gilt es, global zu denken, regional zu handeln und gleichzeitig das Vertrauen der Verbraucher in die von ihnen konsumierten Nahrungsmittel weiter zu stärken. Der BRS hatte hierzu drei namhafte Referenten eingeladen.