BRS News
MRI schlägt neue Nährwertkennzeichnung vor
Jeder Mensch möchte seine Lebensmittelauswahl frei und ohne Stigmatisierung treffen. Die Anforderungen an Nährwertkennzeichen sind daher hoch. Sie sollten sachlich, informativ und leicht verständlich sein. Das Max-Rubner-Institut hat jetzt einen neuen Vorschlag gemacht. Wer eine schnelle Einordnung wünscht, kann sich hierbei an fünf Sternen orientieren, die ein wenig an Schulnoten erinnern: ein Stern = mangelhaft, fünf Sterne = sehr gut. Die Sterne werden nach einer wissenschaftlichen Bewertung einer Vielzahl von Inhaltsstoffen vergeben. Daneben gibt es Angaben zu fünf ausgesuchten Inhaltsstoffen mit besonderer Bedeutung für die Gesundheit. Hier werden nur die Inhaltsstoffe farblich hervorgehoben, die unter den Grenzwerten der Verordnung über nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben liegen. Für das Lebensmittel, das mit dem beigefügten Kennzeichen deklariert würde, hieße das: gute Qualität, Fett-, Zuckergehalt und gesättigte Fette unterhalb der Grenzwerte, Salz und Energiegehalt in der Norm (, sonst hätte das Lebensmittel keine vier Sterne erhalten).
Das neue Kennzeichnungsmodell ist aus einer Bewertung bereits bestehender europäischer Nährwertkennzeichnungslabel entstanden und soll jetzt im Verbraucheralltag getestet werden.
- Was wollen aufgeklärte Verbraucher heute? Was sind aktuelle Ernährungstrends?
- Wie sehen bestehende und zukünftige Handels- und Vermarktungskonzepte aus?
- Welche Rolle spielt das Lebensmittel-Handwerk für eine zukunftsfähige Lebensmittelversorgung?
- Tierwohl und Fleischkonsum? Wie stellen wir uns eine ökologisch und ethisch tragfähige Landwirtschaft vor?
Düngerecht: Neue Vorschläge aus Berlin
"Lex-Wolf ist ein guter erster Schritt"
Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies begrüßt die vom Bund angekündigten Änderungen des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG) zum Wolf:
Es ist sehr positiv, dass der Bund endlich gewillt ist, Änderungen im Bundesnaturschutzgesetz vorzunehmen, um den Bundesländern mehr Rechtssicherheit bei der Entnahme von problematischen Wölfen zu geben. Das war längst überfällig - deswegen freue ich mich, dass die sogenannte Lex-Wolf einige zentrale Forderungen unserer Bundesratsinitiative umsetzt. Allerdings kann sie nur ein erster Schritt sein, sagte Lies in Hannover.
Die geplanten Änderungen des BNatSchG werden mit Eilbedürftigkeit im Bundestag beraten, dadurch kann das Gesetz vermutlich schon während der Sommerpause finalisiert und im Herbst beschlossen werden
Die German Dairy Show findet am 26. / 27. Juni 2019 in Oldenburg statt. Der Bundesverband Rind und Schwein e.V. hat jetzt das finale Programm mit Uhrzeiten und die Eintrittspreise auf die Veranstaltungseite gestellt.Die Anmeldung zur Fachmesse ist abgeschlossen. Es nehmen mehr als 30 Unternehmen aus dem Bereich Rinderzucht und aus den Bereichen Fütterung, Melk- und Stalltechnik, Tiergesundheit und Tierkennzeichnung teil.
Anzeigen im Veranstaltungsjournal können aber noch gebucht werden. Anmeldeschluss ist der 28. Mai.
Zertifizierung zur Impfung gegen Ebergeruch
Die Zulassung der Impfung gegen Ebergeruch durch die European Medicines Agency (EMA) schreibt die Verwendung von speziellen Sicherheitsimpfpistolen vor. Laut Zulassungsbestimmung ist es darüber hinaus notwendig, einen kurzen Zertifizierungsprozess zu durchlaufen, um die ordnungsgemäße Anwendung der Impfung gegen Ebergeruch in der Praxis sicherzustellen. Hierfür bietet der Anbieter ein eLearning-Programm mit Test vor. Nach erfolgreicher Testteilnahme wird ein Zertifikat zugestellt.
Die Internetseite
www.kastrationsausstieg.deenthält darüber hinaus zahlreiche Informationen für Verbraucher und räumt mit so manchem Mythos auf. Wussten Sie z.B., dass eine Impfung von 20 Millionen männlichen Schweinen einer C02-Einsparung der Emissionen von rd. 240.000 Autos entspräche (Quelle) oder dass die Impfung gegen Ebergeruch in allen Ländern mit der für Impfstoffe üblichen Wartezeit von 0 Tagen zugelassen ist?
Der Osteuropäische Schweinekongress ist eine Konferenz, die Schweinehalter, Tierärzte und Branchenexperten zusammenbringt und eine traditionelle Plattform für den Austausch aktueller Informationen in der Schweineproduktionsbranche darstellen möchte. In diesem Jahr findet er am 20. November in Warschau statt.
In diesem Jahr soll das Treffen um den Nationalen Schweinezuchttag erweitert werden. Weitere Informationen finden Sie hier. Noch gilt der Frühbucherrabatt. Es werden rd. 1.000 Teilnehmer erwartet.
Das LBZ Echem öffnet die Besuchergänge der Lehrwerkstatt Schwein am Sonntag, den 16. Juni. Interessierte sind herzlich eingeladen, durch die Fenster zu schauen und zu erleben, wie frisch geborene Ferkel bei der Muttersau saugen und Schweine im Stroh wühlen. Für Groß und Klein gibt es interessante Führungen, Aktionen und Rätsel. Die Besonderheit unserer Schweineställe ist, dass wir sowohl konventionelle Sauenhaltung, Ferkelaufzucht und Schweinmast haben also auch eine ökologische Haltung von Sauen, Ferkeln und Mastschweinen. So bekommen unsere Besucher Einblicke in beide Systeme und können sich ein umfassendes Bild machen.
Fütterung: Erlass zum Nachfolgekonzept RAM
In der neuen Düngeverordnung vom 02.06.2017 wird das bisher geltende RAM-Konzept nicht mehr berücksichtigt. In Deutschland hatte das RAM-Konzept für Niedersachsen eine Sonderrolle dargestellt. Dafür wurde das DLG Fütterungskonzept (DLG Band 199) in die neue Düngeverordnung integriert. Dieses Fütterungskonzept ermöglicht eine Abstufung der Nährstoffausscheidungen in Abhängigkeit vom Rohprotein und Phosphorgehalt des Futters. Das RAM-Konzept beschreibt auch ein nährstoffreduzierendes Fütterungssystem, welches für die Bereiche der Sauen-, Ferkel- und Mastschweinehaltung sowie Hähnchen-, Putenmast- und Legehennenhaltung entwickelt worden ist. Niedersächsische Landwirte, die sich im Rahmen des Genehmigungsverfahrens verpflichtet haben dieses Fütterungskonzept einzusetzen, haben die Möglichkeit, den hieraus resultierenden geringeren Nährstoffanfall geltend zu machen. Damit dieser geringere Nährstoffanfall mit der geltenden Düngeverordnung weiterhin berücksichtigt werden kann, wurde ein Nachfolgekonzept erlassen.
Verbraucherinformationen zur Impfung gegen Ebergeruch