BRS News

Wegen des ersten Nachweises der Blauzungenkrankheit (Serotyp BTV-8) im Ortenaukreis gelten nun neue Vorsichtsmaßnahmen für Tiertransporte – insbesondere bei grenzüberschreitenden Verbringungen von Rindern, Schafen und Ziegen.

Beim Verbändegespräch im Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat hat der Bundesverband Rind und Schwein (BRS) seine Forderungen für eine zukunftsfähige Tierhaltung vorgestellt. Im Mittelpunkt standen Forschung und Innovation, Bau- und Genehmigungsrecht, Übergangsfristen in der Sauenhaltung sowie die Wolfspolitik.

Bundesminister Alois Rainer zeigte Verständnis und kündigte an, die Themen gemeinsam mit den Verbänden weiter zu bearbeiten.

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Die Blauzungenkrankheit (BT) und die Epizootische Hämorrhagie der Hirsche (EHD) sind Tierseuchen, die erhebliche Auswirkungen auf die Tiergesundheit und die Landwirtschaft haben. Beide Seuchen werden durch eng verwandte Viren verursacht und über Gnitzen (kleine blutsaugende Mücken ) übertragen.

Breher

Im Rahmen des Verbändegesprächs zur Zukunft der Nutztierhaltung kamen Jürgen Langreder, stellv. Vorsitzender des Bundesverbands Rind und Schwein (BRS) und Dr. Nora Hammer, Geschäftsführerin des BRS, mit Silvia Breher (parlamentarische Staatssekretärin und Bundestierschutzbeauftragte) zu einem sehr positiven und lösungsorientierten Gespräch zusammen.

Die deutschen Sauenhalter stehen vor großen Herausforderungen: Mit der 7. Änderungsverordnung der TierSchNutztV müssen bestehende Ställe an strengere Vorgaben angepasst werden – ein Vorhaben, das viele Betriebe an ihre Grenzen bringt. Der Bundesverband Rind und Schwein e.V. (BRS) fordert deshalb eine Anpassung der Fristen und klare politische Signale, um Planungssicherheit und Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

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Eine konsequente Qualitätssicherung bietet den beste Schutz vor Krisen. Kommt es dennoch zu einem Vorfall, zählt vor allem schnelles und zielgerichtetes Handeln. Damit Systempartner solche Fälle künftig noch einfacher und schneller melden können, stellt QS ab sofort neben den bisherigen Ereignisfallblättern auch ein digitales Online-Formular zur Verfügung. Darin kann im ersten Schritt die betreffende Stufe der Wertschöpfungskette ausgewählt werden, für welche der Ereignis- und Krisenfall gemeldet werden soll.

Die Transformation der Ernährungsindustrie, die für knapp 10 Prozent der industriellen Energienutzung verantwortlich ist, droht zu scheitern. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie FlexErnährungsindustrie des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung ISI. Die Studie analysiert die Hemmnisse beispielhaft für die Ölsaatenverarbeitung und Stärkeproduktion und erläutert, warum die Branche aufgrund zu hoher Energiepreise an Wettbewerbsfähigkeit verliert und wo dringend Handlungsbedarf besteht. Die drei größten Hürden sind laut Studie die zu hohen Stromkosten, ein zu langsamer Netzausbau und fehlende Investitionssicherheit.

Die Zuchtorganisationen der Brown-Swiss-Rasse aus der Schweiz, Österreich und Deutschland bestreiten gemeinsam zusammen mit dem Förderverein Bioökonomieforschung (FBF) das Forschungsprojekt Züchterische Minderung von Methanemissionen in kleinen Rinderpopulationen – eine länderübergreifende Flagship Initiative mit Brown Swiss EMBRACE-BS, das von dem Bezos Earth Fund (BEF) und dem Global Methane Hub (GMH) gefördert wird. Ziel des Projekts ist die Reduzierung der Methanemissionen der Rasse Brown-Swiss, um damit ein Beitrag zur Verbesserung der Nachhaltigkeit der Milchwirtschaft zu leisten. Durch länderübergreifende Zusammenarbeit soll eine fundierte Datengrundlage geschaffen werden, um die genetischen Hintergründe von Methanemissionen zu untersuchen und neue Zuchtstrategien zu entwickeln.

EDEKA und Netto Marken-Discount starten gemeinsam mit vier Molkereien und landwirtschaftlichen Betrieben ein Kooperationsprojekt zur Reduktion von Treibhausgasemissionen. Dabei liegt der Fokus zunächst auf der Zusammenarbeit mit Molkereien, die hauptsächlich Eigenmarkenartikel für GUT&GÜNSTIG oder EDEKA Herzstücke produzieren. Ziel ist es, ein skalierbares System zu entwickeln, das alle Akteure dazu befähigt, Klimaschutzmaßnahmen auf landwirtschaftlicher Ebene umzusetzen. Die Kooperation bringt EDEKA und Netto mit Molkereien und Milchviehbetrieben an einen Tisch, um gemeinsam eine praktikable Lösung zu entwickeln. Das Klimaschutzprogramm soll neuer Branchenstandard werden.

Die Genomeditierung bei Nutztieren für die Fleischproduktion zielt u.a. darauf ab, Tiere mit verbessertes Muskelwachstum, erhöhter Krankheitsresistenz und einer besseren Futterverwertung zu züchten. In einer Übersichtsarbeit von Forschenden der Ohio State University wurden Gene, die eine Rolle bei Wachstum und Fettstoffwechsel spielen (u.a. das Myostatin-Gen (MSTN), hinsichtlich ihrer potenziellen Anwendungen in Genome-Editing-Strategien zur Verbesserung der Fleischproduktion bewertet. Die Arbeit zeigt die ethische Überlegungen, regulatorischen Herausforderungen und Fragen der Verbraucherakzeptanz bei der Kommerzialisierung von genomeditierten Tieren auf und weist darauf hin, dass ständige Fortschritte im Bereich des Präzisions-Geneditings sowie der Entwicklung transparenter regulatorischer Rahmenbedingungen voraussichtlich eine breitere Einführung von genom-editierten Tieren ermöglichen können.